Krank, müde und depressiv durch Leaky Gut

Bist du müde, gereizt, chronisch krank oder depressiv? Leaky Gut, auch der durchlässige Darm genannt, ist ein seit Jahren anerkanntes aber kaum bekanntes Krankheitsbild, welches Ursache deiner Leiden sein kann. 80% unseres Immunsystems passiert im Darm, nicht umsonst sprach auch schon Paracelsus davon, dass der der Tod bzw. die Gesundheit im Darm liegt.

Krank, müde, depressivdurch Leaky Gut Syndrom-

Der durchlässige Darm, im englischen auch Leaky Gut Syndrom genannt, ist eine ernst zunehmende Erkrankung, welche häufig Mitursache (vielleicht sogar Grundursache) vieler chronischer Erkrankungen und Beschwerden ist. Leaky Gut ist seit den 1980er Jahren wissenschaftlich erforscht und beschreibt eine vermehrt durchlässige Darmschleimhaut. 

Was genau ist Leaky Gut?

Leaky Gut entsteht, wenn dein Dünndarm geschädigt wird und Stoffe aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen. Zwischen dem Darm und dem Blutkreislauf gibt es eine Barriere. Wenn diese Darmbarriere intakt ist, können nur Wasser und Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren. Beim durchlässigen Darm weist die Darmbarriere plötzlich Löcher auf, durch die Stoffe in die Blutbahn gelangen können. Diese gehören dort eigentlich gar nicht hin und sollten normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Schon Paracelsus wusste: Die Gesundheit liegt im Darm. Bild: Pixabay

Hierbei handelt es sich um unverdaute Nahrungspartikel, Bakterien, Stoffwechselprodukte und Toxine.  Zur Vernichtung dieser Eindringlinge reagiert der Körper mit der Produktion von Entzündungsstoffen und bildet gleichzeitig Antikörper gegen die Fremdstoffe . Diese Immunreaktion ist häufig der Beginn vieler Allergien und Probleme. Häufig entstehen Autoimmunerkrankungen. Denn in manchen Fällen ähnelt die Struktur der Eindringlinge dem körpereigenen Gewebe. Es kommt zu Verwechslung von seiten des Immunsystems. In dem Glauben, es handle sich um einen Fremdstoff, werden dann eigene Zellen angegriffen. Leaky Gut greift nicht nur den Magen-Darm-Trakt an, sondern kann den ganzen Körper beeinflussen.

Symptome eines Leaky Gut Symdroms:

  • wiederkehrende Erkältungen
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Nervosität
  • Stimmungsschwankungen bis Depressionen
  • chronische Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen und -verspannungen
  • Hauterkrankungen
  • Ekzeme
  • Nebennierenschwäche hi
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Reizdarm
  • uvm.

Wird ein Leaky Gut Syndrom nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können daraus die unterschiedlichsten Krankheiten entwickeln.

Mögliche Folgen eines Leaky Gut Syndroms:

  • Diabetes
  • Schilddrüsenerkrankungen, wie Hashimoto und Morbus Basedow
  • Multiples Sklerose
  • Rheuma
  • Zöliakie
  • Reizdarmsydrom
  • Neurodermititis
  • Parkinson
  • Herzkrankheiten
  • Autoimmunerkrankungen
  • uvm.

Ursachen für Leaky Gut Syndrom

  • gentechnisch veränderte Lebensmittel
  • Pestizide, Fungizide etc.
  • Antibiotika
  • bestimmte Medikamente
  • Gluten
  • Alkohol
  • Weißer Industriezucker
  • Milchprodukte
  • Nahrungsmittel­intoleranzen (wie Gluten­intoleranz, Histamin­intoleranz, Lactose­intoleranz und Fructose­intoleranz)
  • Stress und emotionale Probleme
  • Entzündungen
  • Fehlbesiedlung der Darmflora
  • Schwermetalle
  • Belastungen mit chemischen Stoffen

Schritte zur Regenerierung  eines Leaky Gut Syndroms

1. Eliminiere Stoffe aus deinem Leben, die die Darmschleimhaut schädigen

  • Milch
  • Erdnüsse
  • Alkohol
  • Pestizide
  • Medikamente (besonders Antibiotika)
  • Gluten
  • Zucker

2. Darmreinigung/ Darmsanierung

  • Zu einem guten Darmreinigungsprogramm gehören neben der Einnahme von Probiotika, die Verwendung von Flohsamenschalenpulver und Bentonit. Bentonit ist eine Mineralerde, welche Gifte aller Art absorbiert und dadurch die Darmschleimhaut enorm entlastet. Gebundende Gifte werden über den Stuhl ausgeschieden und gelangen so nicht in die Blutbahn. Das Flohsamenschalenpulver reingt die Darmwände auf eine sehr schonende Weise durch einen gut gleitenden Schleim. Hier findest du, wie eine Darmreinigung funktioniert.

3. Integriere Lebensmittel in deine Ernährung, die den Darm stärken und wiederaufbauen

  • Knochenbrühe – Viele Heilungskonzepte integrieren Knochenbrühe in ihr Heilungskonzept (hier), denn schon unsere Großeltern wussten um die heilende Kraft einer guten Brühe. Knochenbrühe im englischen auch Bone Broth genannt, scheint das neue Schönheitsgetränk zu werden. In New York City gibt es sogar einen Laden in dem nur Bone Broth to go im Pappbecher verkauft wird. In der Brühe sind besonders viele Mineralien und Nährstoffe enthalten, die den Darm stärken und reparieren. Besonders zu erwähnen sind hier die Aminosäuren Glutamin, Prolin und Glycin. Diese Aminosäuren braucht der Körper zum Aufbau körpereigenen Kollagens und zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmbarriere. Hier und hier findest du mehr zum Thema Knochenbrühe
  • Kokosnuss – Kokosnuss und Kokosnussöl wirken antimykotisch, d.h. Pilze im Körper und im Darm werden abgetötet. Menschen mit Candidabefall sollten Kokosnussprodukte auf jeden Fall in ihre Ernährung aufnehmen.
  • Beeren – Besonders Blaubeeren enthalten einen hohen Gehalt an Antioxidantien, Ballaststoffe
Oatmeal mit Früchten

Blaubeeren enthalten wertvolle Polyphenole.

  • fermentierte Lebensmittel – wie Sauerkraut oder Kimchi – sind beladen mit Probiotika, Prebiotika und organischen Säuren, die das Wachstum der guten Bakterien im Darm fördern. Kohl enthält ausserdem Sulfur, welches hilft die Leber zu entgiften
  • roher Ziegenmilchkefir – mit Hilfe der sogenannten Kefirknollen lässt sich Kefir zuhause ganz einfach selber ansetzen. Wenn dich das Thema interessiert, kannst du hier oder hier weiterlesen
  • Inulin* – der wasserlösliche Ballaststoff ist ein Mehrfachzucker, welcher aus mehreren Fruktosemolekülen besteht und ein idealer Nährstoff für die guten Darmbakterien ist. Inulin findet sich in hohem Gehalt in Lebensmitteln wie Chicoree, Löwenzahn, Artischocke, Pastinake, Tobinamur und Schwarzwurzel haben einen hohen Gehalt an Inulin.

Die Bitterstoffe im Löwenzahn kurbeln die Verdauung an. Bild: Pixabay

  • Ingwer* –besitzt viele heilende Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell und ist somit sehr gut für den Darm geeignet
  • grüne Säfte

Grünes Blattgemüse, auch in Form von Säften sollte ein Grundbaustein unserer Ernährung sein. Bild: Pixabay

4. Bring deinen Darm zurück ins Gleichgewicht durch geeignete Supplemente/ Nahrungsergänzungsmittel

  • Probiotika*  -regen die Bildung der Darmschleimhautzellen an, wodurch die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert wird. Probiotika sind auch Bestandteil einer Darmsanierung. Eine Darmsanierung kann zu einer massiven Besserung des Leaky Gut Syndrom führen
  • Verdauungsenzyme* – da beim Leaky Gut Syndrom die Verdauung nicht optimal funktioniert, kann eine kurweise Unterstützung mit Enzymen wahre Wunder wirken. Durch die Enzyme und das damit verbundene Aufspalten der Nährstoffe wird die Verfügbarkeit zur Weiterverarbeitung in den Blutkreislauf erhöht. Und großmolekulare Nährstoffbrocken können nicht in den Blutkreislauf gelangen und unerwünschte Immunreaktionen hervorrufen. 
  • Kurkuma* – wirkt entzündungshemmend und antioxidativ. Kurkuma kann als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform erworben werden. Es gibt auch die Möglichkeit aus einer selbstgemachten Kurkumapaste, die sogenannte Goldene Milch herzustellen. 

Kurkuma wirkt stark entzündungshemmend. Bild: Pixabay

  • Präbiotika*, wie z.B. Inulinpulver – eingerührt in Smoothies und Suppen unterstützt Inulinpulver das Wachstum der guten Darmbakterien.
  • L-Glutamin*- L-Glutamin ist eine Aminosäure, von der man schon lange weiss, dass sie sich heilend auf die Darmschleimhaut auswirkt. Die Durchlässigkeit der  Darmschleimhaut kann reduziert werden,  die Darmbarriere wird aufrechterhalten und Entzündungsprozesse werden gelindert. Ein Mangel an L-Glutamin führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. Nach einer Einnahme von max. 8 Wochen sollte eine Pause erfolgen.
  • Magnesium* – Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt.  Zur Einnahme eignet sich eine natürliche Quelle wie z.B. Sangokoralle* oder die Lithothamnium-Alge*. Bei natürlichen Produkten ist die Verfügbarkeit höher als bei synthetischen Produkten.
  • Glucosamin* – in den USA wird Glucosamin zusammen mit L-Glutamin als wichtigstes Mittel zur Wiederherstellung der Darmschleimhaut angesehen. Glucosamin ist ist ein aus Aminosäure und Glukose bestehender Aminozucker, der das Gewebe stabilisiert.schützt den Leberstoffwechsel und hat antientzündliche Wirkung auf den Darm
  • Aloe Vera*- positiver Einfluss auf den Verdauungsstoffwechsel. Dringt tief in die Darmschleimhaut ein und aktiviert dort wichtige Reparaturmechanismen.
  • MSM*  – Organisch gebundener Schwefel. MSM wirkt anti allergisch und entzündungshemmend Der organische Schwefel hilft bei Magen-Darmerkrankungen, Durchfall oder Verstopfung.

Dieser Artikel soll nur einen groben Überblick über das sehr komplexe Thema Leaky Gut und Darmgesundheit geben und dich sensibilisieren für das Thema. Wenn du mehr wissen willst, schreib mir gerne einen Kommentar oder hinterlasse eine Nachricht über das Kontaktformular.

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