9 bedenkliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten

Nicht nur in Nahrungsmitteln finden wir gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe, sondern auch in vielen gängigen Pflege- und Kosmetikprodukten. Ich möchte Dich sensibilisieren für die Risiken, die in unserer Körperpflege stecken. Viele Produkte, und dazu gehören auch die mit denen Du Deine Kinder pflegst, enthalten Inhaltsstoffe, die stark im Verdacht stehen, sich negativ auf die Gesundheit auszuwirken.

9 bedenkliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten

Mit diesem Artikel möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Ich informiere Dich über die 9 bedenklichsten Inhaltsstoffe in Körperpflegeprodukten und zeige Dir unbedenkliche, ja wenn nicht sogar gesundheitsfördernde Alternativen auf.

Die besten Inhaltsstoffe für unsere Körperpflege finden wir in der Natur (Bild: Pixabay)

Unsere Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Die Haut hat Poren und ist durchlässig. Sie dient gleichzeitig als Schutzschild und Aufnahmeorgan.

Alles was wir auf unsere Haut tun, gelangt auch in unseren Körper. Also erscheint es doch nur logisch, dass wir darauf achten sollten, was in den Cremes und Lotionen steckt, mit denen wir unsere Haut und die unserer Kinder pflegen.

Die Gesundheit deiner Kinder liegt in deiner Hand! (Bild: Pixabay)

Die 9 bedenklichsten Inhaltsstoffe

1. Parabene:

Parabene werden auf Grund ihrer antibakteriellen Wirkung in Kosmetika als Konservierungsstoff eingesetzt und stehen unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Sie können im Körper wie Hormone wirken. Häufig ähneln sie dem Geschlechtshormon Östrogen und sind damit besonders gefährlich für Schwangere, Föten, Kleinkinder und Jugendliche in der Pubertät.

Parabene werden mit Krankheiten und Phänomenen wie Unfruchtbarkeit, Diabetes, verfrühter Pubertät und hormonbedingten Krebsarten wie Brust-, Hoden, und Prostatakrebs in Verbindung gebracht. Die Parabene in Frauen-Deos gelten als besonders krebsverdächtig!

Laut BUND wird in Kosmetika am häufigsten Methylparaben verwendet. Parabene kannst Du auf der Inhaltsstoffliste an der Endung „-paraben“ erkennen (z.B. Ethyl-, Propyl-, Butyl-, Isopropylparaben). Rund ein Drittel der Kosmetika, die in Deutschland verkauft werden, enthalten Parabene.

 2. Duftstoffe:

Den meisten Menschen ist es wichtig, gut zu riechen, deshalb enthalten fast alle Bodylotions, Duschgels, Deodorants usw. Duftstoffe. Viele dieser Duftstoffe gelten als (potenziell) allergieauslösend. Sie müssen daher ab einer bestimmten Menge in der Inhaltstoffliste explizit genannt werden – das betrifft derzeit insgesamt 26 Duftstoffe (z.B. Isoeugenol, Evernia Prunastri Extract, Cinnamal). Alle anderen Duftstoffe werden in der Inhaltsstoffliste unter dem Begriff „Parfum“ zusammengefasst.

Duftstoffe können neben ihrer allergieauslösenden Wirkung auch krebserregend und erbgutverändernd wirken. Die Verbindungen lagern sich im Körper an und können sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden! Besonders gefährlich sind sog. polyzyklische Moschusverbindungen. Sie können sich im Fettgewebe anlagern und sind sogar in der Muttermilch nachweisbar. Moschusdüfte stehen im Verdacht, nerven- und sogar leberschädigend zu sein. Sie dringen in den Körper ein und können den Hormonhaushalt beeinträchtigen und sogar Krebs erregen.

Der Duftstoff Coumarin findet sich auch häufig in Naturkosmetik, obwohl er als allergieauslösend, leberschädigend und krebserregend gilt.

3. Tenside/Emulgatoren

Sodium-Lauryl-Sulfat und PEG-Derivate (zu erkennen am Namensbestandteil „PEG“ oder „-eth“) finden als Tenside oder Emulgatoren Einsatz in sehr vielen Kosmetikprodukten (z.B. Shampoo, Duschgel und Zahnpasta).

Durch den Einsatz von Tensiden wird die Haut durchlässiger für Schadstoffe. Es besteht die Gefahr, dass eine Allergie ausgelöst wird. Es gibt pflanzliche Alternativen wie Ammonium Lauryl Sulfate (ALS) und Sodium Coco Sulfate, die ähnlich wirken, aber weit aus verträglicher sind.

Als besonders mild deklarierte Kindershampoos enthalten oft das Tensid Sodium Laureth Sulfat. Laurethe sorgen dafür, dass es in den Augen nicht brennt, weil es besonders mild ist, sondern weil die Nervenenden betäubt werden (Öko Test 2012).

4. Aluminium/Aluminiumsalze

Aluminiumsalze finden sich vor allem in Deodorants. Sie verschließen die Poren und hemmen den Schweiß. Aluminium gilt als nervenschädigend, hautirritierend und wurde sogar mit Alzheimer und Brustkrebs in Verbindung gebracht. Aluminium  findet man unter den Begriffen:

  • Aluminum Silicate
  • oder Aluminum Chlorohydrate.

5. Erdöl

Erdöl kommt in Kosmetika in Form von Paraffinen vor. Du findest es  auf der Inhaltsstoffliste unter den Begriffen:

  • Paraffinum Liquidum
  • Vaseline
  • Mineral Oil
  • Petrolatum

Erdöl bildet auch den Ausgangsstoff für viele andere Inhaltsstoffe in herkömmlichen Pflegeprodukten. Erdöl wirkt hautschädigend, weil es die Haut quasi abdichtet. Die Haut kann nicht mehr atmen und trocknet aus. Langfristig kann Erdöl den Hautzustand stark schädigen und eine Abhängigkeit vom Produkt erzeugen.

Man kann Mineralöle oft sogar in Pflegeprodukten für Kinder und Babys finden. Ich finde es skandalös, dass sich Paraffine, die aus Erdöl gewonnen werden und die die normalen Regulierungsmechanismen der Haut behindern, in Feuchttüchern oder Lotionen für Babys befinden.

6. UV-Filter und UV-Absorber

UV-Filter oder –Absorber findest Du zum Beispiel unter folgenden Begriffen:

  • Ethylhexyl
  • Methoxycinnamate
  • Bezophenone.

Diese Inhaltsstoffe sind ebenfalls hormonell wirksam und dazu allergieauslösend und krebsverdächtig.

Eine richtig „gute“ Sonnencreme ohne bedenkliche Inhaltsstoffe zu finden, ist nicht einfach. Lies hierzu auch gerne meinen Artikel über gesunden Sonnenschutz oder lass Dich von mir beraten.

7. Bleichmittel und Farbstoffe

Auf der Inhaltsstoffe-Liste findet man Bleichmittel und Farbstoffe mit den Endungen

  • –anilin,
  • -anilid,
  • -amine.

Bleichmittel finden sich zum Beispiel in Zahnpasta und Gesichtscremes. Farbstoffe stecken in fast jedem Produkt, was nicht durchsichtig aussieht, wie zum Beispiel Duschgels oder Parfum. Auch Haartönungen enthalten Farbstoffe. Einige Bleichmittel und Farbstoffe gelten als potenziell krebserregend.

8. Weichmacher

Viele Pflegeprodukte und Kosmetika enthalten Phthalate als Weichmacher. Oft sind sie als Bestandteil von denaturiertem Alkohol („Alcohol denat.“) enthalten und für Verbraucher somit nicht zu erkennen.

Phthalate stehen unter Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Weil sie in vielen Alltagsprodukten enthalten sind, nimmt unser Körper mitunter einen ganzen Cocktail an hormonell wirksamen Stoffen auf.

Vermeiden kann man Phthalate nur, wenn man auf zertifizierte Naturkosmetik zurückgreift.

9. Silikone

Silikone gehören zu den am häufigsten eingesetzten Inhaltsstoffen in Pflegeprodukten. Sie kommen in Shampoos, Cremes und dekorativer Kosmetik vor.

Weil sie das Haar zum Glänzen bringen, enthalten 90 % der Haarspülungen Silikone. Silikone legen sich wie ein Schutzfilm um die Haare, die Hornschicht wird geglättet und reflektiert so das Licht.

Auf der Haut bilden Silikone eine Art wasserabweisenden Mantel, der die Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützen soll.

Auch Faltencremes enthalten häufig viele Silikone. Die Falten werden quasi „aufgefüllt“. Dieser Effekt ist aber nur von kurzer Dauer. Silikone verbessern das Hautbild nur oberflächlich und lassen die Haut auf Dauer sogar spröde werden.

Silikone erkennt man in folgenden Begriffen:

  • Dimethicone
  • Cylomethicone
  • Cyclopentoxilase
  • Dimethiconol
  • Alkyl Dimethicone
  • Phenyl Methicone

Wie erkennst Du, was in deinen Pflegeprodukten steckt?

Was hat Erdöl in meinem Badewasser zu suchen? (Bild: Pixbay)

Auf der Verpackung von Pflegeprodukten müssen alle Inhaltsstoffe angegeben sein. In der EU ist dafür eine bestimmte Form vorgeschrieben: Die Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe (INCI) legt fest, wie welche Substanzen deklariert werden müssen.

Die Auflistung chemischer Bezeichnungen ist allerdings für den Durchschnitts-Verbraucher nicht immer leicht zu verstehen. Services wie Codecheck und ToxFox helfen: Online und als App zeigen sie, was wirklich in den Produkten steckt, welche Inhaltsstoffe bedenklich sind und warum. Wenn Du Dir unsicher bist, kannst Du hier einfach nach dem konkreten Produkt suchen und bekommst dann die Einstufung der einzelnen Inhaltsstoffe angezeigt.

Checkliste zum Thema bedenkliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten

Die Gefahren von Parabenen, Mineralöl und Co. sind noch nicht endgültig geklärt.

Wenn Du sicher gehen willst, greif zu Naturkosmetik oder Produkten in welchen die bedenklichen Stoffe nicht enthalten sind. Mit Apps wie Codecheck oder ToxFox kannst Du Dir einen Überblick über die Inhaltsstoffe verschaffen.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Du gesundheits- und umweltschädliche Substanzen in Pflegeprodukten vermeiden willst, solltest Du auf zertifizierte Naturkosmetik zurückgreifen. Im Einzelhandel findest Du viele tolle Naturkosmetikmarken.

Ich persönlich habe mich für die Pflegeprodukte der Firma RINGANA entschieden. RINGANA setzt der Naturkosmetik noch ein i-Tüpfelchen auf und produziert Frischekosmetik. Alle Produkte werden aus frischen Rohstoffen frisch angerührt und gelangen ohne Umwege zu mir nach Hause. Vom Deo übers Shampoo bis zur Antifalten-Creme bei RINGANA findest Du alles für die äußere „Ernährung“ Deiner Haut.

Das Tolle ist, die Produkte sind auch hervorragend für Kinder geeignet. RINGANA gibt es nicht im Einzelhandel und wird ausschließlich von Mensch zu Mensch empfohlen.

Willst Du mehr wissen? Dann kontaktiere mich gerne oder schau hier vorbei: www.nachhaltigfrisch.com.

Sei es Dir wert, pflege Dich nur mit dem Besten aus der Natur.

Was denkst Du über Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten und Kosmetika? Achtest Du auf unbedenkliche Inhaltsstoffe? Und wie sieht es bei der Pflege deiner Kinder aus? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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9 bedenkliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten.

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