Die 5 besten Wildkräuter gegen Frühjahrsmüdigkeit

Seit ein paar Jahren nutze ich die wunderbare Kraft der Wildkräuter, um nach einem langen Winter wieder in Bewegung zu kommen. Wildkräuter werden von vielen Menschen als Unkraut gesehen und landen viel zu oft auf dem Komposthaufen. Das ist schade, denn genau vor unserer Haustür finden wir eine ganze Reihe von kraftvollen Superfoods, die uns

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Nach einem langen Winter mit meist reichhaltigem Essen und weniger Bewegung, kennen viele Menschen das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit. Man fühlt sich matt und erschöpft, hat vielleicht ein paar Kilos mehr auf der Waage und kommt einfach nicht so richtig in die Gänge.

Wildkräutertopf, Photo von http://www.smoothie-mixer.de.

Hier kannst du mit den Wildkräutern ganz einfach Abhilfe schaffen. Du brauchst keine teuren Superfoods aus Peru, Indien oder sonst woher. Du gehst einfach vor deine Haustür, in deinen Garten oder in den Wald.

Der Frühling ist die beste Jahreszeit um auch im Körper eine kleine Rundumreinigung vorzunehmen. Modern und englisch ausgedrückt heisst das Detox. Wir entgiften unseren Körper. Alte Schlacken und Giftstoffe  werden ausgeleitet. „Schlacken“ ist ein umgangssprachlicher Begriff für Stoffe, die am Schluss des Stoffwechselprozesses nicht ausgeschieden werden.

Diese sogenannten Schlacken bleiben im Gewebe liegen und können zu den unterschiedlichsten Beschwerden führen: Müdigkeit, rheumatische Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Bewegungsschmerz, Muskelverspannungen, Kälteempfindlichkeit, schlechtes Hautbild. Das Ausscheiden dieser Schlacken übernehmen Niere, Leber, Galle und Darm. Die vitalstoffreichen Wildkräuter kurbeln den Stoffwechsel an, wirken heilend und vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit.

Vorteile der Wildkräuter

  • reichhaltig an Mineralstoffen und Ballaststoffen
  • wahre Vitaminwunder, die bereits in kleinen Mengen unseren täglichen Nährstoffgehalt decken
  • Bitterstoffe kurbeln die Verdauung an, dadurch wird die Fettverbrennung angeregt
  • Gerbstoffe helfen bei Hautproblemen und Erkältungen, vertreiben Bakterien und Viren, hemmen Entzündungen und neutralisieren Gifte
  • Chlorophyll (der grüne Pflanzenfarbstoff) stärkt das Immunsystem und die Blutbildung
  • universell einsetzbar in Smoothies, Suppen, Salaten, Pestos
  • KOSTENLOS
  • nutzbar als Heilpflanzen für Tees, Tinkturen und Salben
  • gesünder geht es nicht, Brennessel z.B. enthalten 7 mal mehr Eisen, 7 mal mehr Magnesium, 17 mal mehr Calcium und 2 mal soviel Kalium wie Kopfsalat

Die 5 besten Wildkräuter

1. Giersch – „Der Spinat des Waldes“

Der Giersch gehört zu meinen liebsten Wildkräutern. Man findet ihn überall, im Wald, im Garten, am Wegesrand. Als Spinat des Waldes bekannt, steckt er voller wertvoller Inhaltsstoffe, wie Vitamin C und Eisen. Geschmacklich ähnelt der Giersch unserer bekannten Petersilie. Giersch kann wie Spinat gekocht werden, im Pesto, im Salat aber auch in grünen Smoothies verwendet werden.

Dieses Powerfood wirkt entsäuernd, entzündungshemmend und reinigend, enthält u.a. viel Viamin C, sehr viel Kalium, Eisen, Kupfer und Mangan. Giersch wurde früher in Klostergärten als Heilpflanze angebaut und soll wunderbar bei Gicht helfen.

Giersch

Giersch im Wald. Bild: Pixabay

2. Brennessel – „Stärkste Entgiftungspflanze unter den Wildkräutern“

Auch die Brennessel wächst an jeder Ecke und ist wohl eines der bekanntesten Wildkräuter in Europa. Auch dieses heimische Superfood steckt voller wertvoller Mineralstoffe, Vitamine und Gerbstoffe. Neben Kieselsäure, Magnesium, Chlorophyll und Provitamin  A enthält die Brennessel besonders Eisen, Vitamin C und Calcium.

Die Brennessel hat einen  weitaus höheren Proteingehalt als andere Blattpflanzen. Sie wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselfördernd und haarwuchsfördernd.

Brennesselspitze

Brennnessel. Bild: Pixabay

Weiterhin hilft die Brennessel bei Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Gicht, Schuppen, Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Magenschwäche, Nierenschwäche, Diabetes (unterstützend), Bluthochdruck,  Menstruationsbeschwerden und Atemwegserkrankungen. Auch die Ausleitung von Quecksilber wird durch die Brennessel gefördert.

Die Brennessel kann wie auch die anderen Wildkräuter in Salaten, Smoothies, Tees oder auch Suppen zur Anwendung kommen.

3. Löwenzahn – „Ginseng des Westens“

Den Löwenzahn kennt hierzulande fast jeder. Dieses sehr bittere Heilkraut bringt die Verdauung in Schwung, wirkt blutreinigend und entwässernd. Löwenzahn unterstützt die Tätigkeit der Niere und der Leber und regt Galle und Bauchspeicheldrüse an.

Löwenzahn

Löwenzahnblatt. Bild: Pixabay

Die komplette Pflanze, von der Wurzel über die Blätter bis zur Blüte ist essbar und findet in der gesunden Frühlingsküche genauso Anwendung wie in der Heilkunde.

Der „Ginseng des Westens“hat es wirklich in sich. Alleine seine Wurzeln enthalten über 50 wichtige Wirkstoffe, wie z.B. Vitamin B2, C, D, Gerbstoffe, enzymatisch wirkende Substanzen, Bitterstoffe, Mineralien wie Eisen, Silicium, Mangan und Schwefel.

Löwenzahn wirkt appetitanregend, hilft bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, hilft bei Hauterkrankungen wie Ekzemen und Juckreiz.

Aus den Löwenzahnblüten lässt sich leckerer Löwenzahnhonig machen. Bild: Pixabay

4. Vogelmiere  -„Unkraut mit großer Wirkung“  

Nur die wenigsten kennen die Vogelmiere und wissen, was für schmackhafte Speisen man aus ihr zubereiten kann. Neben Suppen und Salaten können mit der Vogelmiere auch grüne Smoothies hergestellt werden.

Die Vogelmiere wirkt verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an. Sie kann das ganze Jahr über gesammelt werden und wächst sogar im Winter. Dieser Fakt macht sie zu einer wertvollen Quelle für Mineralstoffen und Mineralien in der Winterzeit. Sie hilft auch bei den verschiedensten Hautproblemen, unter anderem auch bei Schuppenflechte.

Vogelmiere. Bild: Pixabay

In der Naturheilkunde wird die Vogelmiere innerlich meist als Salat, Saft oder Tee eingenommen. In Öl gekocht, mit Kamillenöl vermischt und äußerlich auf Magen- und Darmgegend aufgetragen galt sie als gutes Mittel um schmerzhafte Blähungen von Kindern zu vertreiben.

5. Bärlauch – „Schwermetalle ausleiten“

Bärlauch im Wald. Bild: Pixabay

Ich liebe den Bärlauch und freue mich schon total wieder loszuziehen und Bärlauch zu sammeln. In der Küche wird Bärlauch zu Pesto verarbeitet, in Salaten, Suppen und Hauptgerichten vewendet oder z.B. in Teigwaren eingebacken. Bärlauch eignet sich auch super zum Einlegen in Öl oder zur Herstellung einer Bärlauchtinktur.

Das Kraut der Bären unterstützt die Ausleitung von Schwermetallen. Im Bärlauch sind viel Vitamin C, Eisen und ätherische Öle enthalten. Er wirkt entgiftend sowie stark blutreinigend Dieses Superfood kann uns über Frühjahrsmüdigkeit hinweghelfen und auch bei vielen Krankheiten unterstützen.

Er kann ein Ungleichgewicht in der Darmflora, entstanden durch Medikamente wie Antibiotika, wieder ausgleichen. Weiterhin wird Bärlauch auch gegen Würmer und Parasiten eingesetzt. Dieses Wildkraut wirkt appetitanregend und regt die Verdauungssäfte an.

Bärlauch. Bild: Pixabay

Achtung bei der Ernte: Verwechsle die hellgrünen Blätter niemals mit denen des hochgiftigen Maiglöckchens. Bärlauch-Blätter haben einen knoblauchähnlichen Duft, daran kannst du sie erkennen. Allerdings bleibt der intensive Geruch nach erstmaligem Reiben lange Zeit an den Fingern haften, weshalb du bei unterschiedlichen Sammelplätzen weiterhin vorsichtig sein solltest.

Gibt es Gefahren beim Sammeln von Wildkräutern?

Informiere dich genau, welche Wildkräuter verwechselt werden können. In jeder Stadt gibt es Pflanzenkundige, die für einen geringen Obulus Kräuterwanderungen durchführen und dir vor Ort einen ersten Überblick geben können.

Es gibt natürlich auch gute Bücher und Webseiten zum Thema Wildkräuter sammeln. Hier sind z.B. die 10 größten Gefahren beim Sammeln von Wildkräutern zusammengefasst.

Ich wünsche dir viel Freude beim Sammeln und neue Rezepte ausprobieren. Wildkräuter sammeln eignet sich auch total super für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Meine Mädels lieben es Giersch und Brennesseln zu sammeln und bestehen dann später sogar auf einen grünen Wildkräutersmoothie;-)

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